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Kunststudien - zeichnerisches Geschick für dokumentarische Zwecke












„Nur was ich mir
ganz vorstellen kann
und aus der Vorstellung
wieder zeichnen,
nur das habe ich
wirklich verstanden."


(Goethe)

 


Selbst in einer Zeit, in welcher der Computer als Instrument zur Bilderzeugung längst zur Norm geworden ist, behält der konventionelle Umgang mit Papier und Zeichenstift seine hohe kunstpädagogische Qualität.
Zum einen ist die manuell angefertigte Zeichnung ein ideales Medium, eine vage Formidee zu einer konkreten, ästhetisch ansprechenden Gestalt zu entwickeln. Zum andern aber ist sie das Mittel, eine fundamentale, jedoch in der heutigen Zeit erschreckend verkümmerte Fähigkeit – „bewusstes Sehen“ – zu (re-)aktivieren.

Erst wenn ein Möbel, ein Möbelschloss, eine Skulptur oder ein Ornament aufs Zeichenpapier gebracht wurde, kann von einer tatsächlichen Erfassung des Objekts durch den Studierenden ausgegangen werden.
Leistungsfähige Bildbearbeitungsprogramme bieten viele faszinierende Möglichkeiten, besonders im Bereich der rekonstruierenden Restaurierung, bei welcher sich deren Ergebnisse vorab virtuell darstellen lassen. In Bezug auf die eingehende Formerschließung lassen sie jedoch Defizite entstehen.

Daher ist der Bereich Kunststudien ein wichtiges Element der Ausbildung. Nach eingehender Beschäftigung mit der Theorie der Farbenlehre, der Proportion und Perspektive tragen praktische Zeichenübungen anhand der unterschiedlichsten Motive, wie zum Beispiel Objekte aus einem der zahlreichen Münchner Museen, zur Förderung des zeichnerischen Talents bei.
Auch der richtige Umgang mit Farbe gehört für den Restaurator zum unverzichtbaren Rüstzeug. Den Grundsätzen der Farblehre folgend, werden zunächst Farbübungen durchgeführt und vor allem die etablierten Retuschemethoden an Probebildern geübt. Dies ist eine unbedingte Voraussetzung für die in der späteren Restauratorenpraxis so wichtige mentale und manuelle Sicherheit im Umgang mit farbigen Oberflächen von Kunstwerken.



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